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AktuellDokumentation des ersten Arbeitskreistreffens „Miteinander & Dorfleben“ am 22.03.2018

 

Betreff:           Dorfmoderation in Katzwinkel – DE1716 

                        -Arbeitskreistreffen ­

Teilnehmer:   10 Bürgerinnen und Bürger Moderation:  

                        Norman Kratz, Büro Stadt-Land-plus (Moderation)

Datum:           22.03.2018, 19.00 bis 21.15 Uhr

Einführung

Nach einer kurzen Begrüßung führte der Moderator Herr Kratz in den Ablauf des Abends und in die geplante Vorgehensweise der Arbeit des Arbeitskreises ein. Herr Kratz legte seine Rolle als Moderator dar. Während die Inhalte von der Gruppe ein­gebracht werden, ist der Moderator für die Struktur der Sitzungen sowie für die Dokumen­tation der Inhalte verantwortlich. Die Handlungsfelder, Lösungsansätze und ggf. auch Maßnahmen werden durch die Teilnehmer des Arbeitskreises erarbeitet. Dieses erste Treffen diente der Konkretisierung der im Rahmen der Auftaktveranstaltung genannten Problemfelder und der Eingrenzung und Bestimmung von Handlungsfeldern.

Die Mitglieder des Arbeitskreises in der Diskussion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einem kurzen Rückblick auf die bisherigen Veranstaltungen der Dorfmoderation (Auftaktveranstaltung und Dorfrundgang) wurden die dem Arbeitskreis „mitgegebenen“ Themen zusammengetragen:

Arbeitskreis-Themen aus der Auftaktveranstaltung

  • Miteinander (mit dem Schwerpunkt soziales Miteinander, Dorfgemeinschaft und Angebote)
  • Jugend (Schwerpunkt Jugendtreff/Jugendraum)
  • Mobilität (Schwerpunkt Nahverkehr)
  • Versorgung (Schwerpunkt Nahversorgung, Einkaufen)
  • Rad-und Wanderwege

Prioritäten

Bevor die Anwesenden mit Hilfe von Klebepunkten prioritäre Handlungsfelder bestimmen konnten, erfolgte zunächst eine grundsätzliche Diskussion darüber, welche Themen über­haupt Aussicht auf Erfolg haben. Herr Kratz erläuterte, dass es selbstredend einige Themenbereiche gäbe, bei dem der Ar­beitskreis lediglich Probleme aufzeigen könne, die Lösungen aber in der Verantwortlichkeit Dritter liegen würde bzw. alternative Lösungen gefunden werden müssten. Ein Beispiel dafür sei der ÖPNV: Im Rahmen der Dorfmoderation könne eine Verbesserung der Taktung nicht erzielt werden. Zum einen richtet sich das ÖPNV-Angebot nach der Nachfrage, zum anderen wird der Fahrplan langfristig ausgeschrieben und festgelegt. Hier könnte der Ar­beitskreis laut Herrn Kratz jedoch alternative Möglichkeiten zu einer Verbesserung der Nahmobilität entwickeln (z.B. Nachbarschaftstaxi, Mitfahrerbank, etc.).

Das Thema Jugend(raum) soll nach einhelliger Meinung zunächst zurückgestellt werden, bis die Jugendlichen im Rahmen des Moderationsprozesses beteiligt wurden. Wenn es um die Gestaltung von (Freizeit-)Angeboten für Kinder und Jugendliche geht, wird sich der Arbeitskreis jedoch bereits damit beschäftigen können.

Ergebnis der gemeinsamen Gruppierung und anschließenden Bewertung der Projekte

Ergebnisse der Priorisierung

Themenfelder:

Punkte

Miteinander

12 x

Jugend

7 x

Mobilität

5 x

Versorgung

5 x

Rad-& Wanderwege

3 x

Aufgrund der Auswahl begannen die Arbeitskreisteilnehmer somit zunächst mit der Er­örterung des Themenfeldes „Miteinander“. Die weiteren Themen werden in die kommen­den Arbeitskreissitzungen behandelt.

Mit dieser Leitfrage eröffnete der Moderator die Diskussionsrunde. Zunächst zählten die Anwesenden die Angebote auf, die bereits in Katzwinkel existieren. Dies sind unter ande­rem die Vereine:

Miteinander – Was gibt es schon im Dorf?

  • Freiwillige Feuerwehr
  • DRK
  • TUS Katzwinkel
  • Dorfgemeinschaft e.V.
  • Knappenkapelle
  • Karnevalsverein
  • Schützenverein

Das Vereinsleben in Katzwinkel ist laut Aussage der Anwesenden sehr rege. Die Vereine bieten bereits ein breites Angebot an Veranstaltungen. Im Dorfkalender sind die jährlich festen Veranstaltungen festgehalten. Hiervon wurden im Dorf jedoch nur 80 Stück ver­kauft. Gerade neu hinzugezogene Katzwinkler wüssten ggf. gar nicht, was die Vereine alles zu bieten haben.

Seniorentreff Positiv wurde der monatlich stattfindende Seniorentreff bewertet. Dieser sei immer sehr gut besucht. Ein besonderes Rahmenprogramm brauche es nicht, da die Senioren sich vornehmlich unterhalten möchten.

Räumlichkeiten Glück-Auf-Halle Eine der Anwesenden berichtete, man habe in der Vergangenheit versucht, einen Eltern­treff zu initiieren. Problematisch sei es jedoch gewesen, einen passenden Ort dafür zu finden. Beispielsweise könnten in der Mehrzweckhalle keine Veranstaltungen stattfinden, ohne dass der Boden abgedeckt wird. Letztendlich habe man sich dann im Kindergarten getroffen.

Über der Mehrzweckhalle stehen generell zwei kleinere Räume der Dorfgemeinschaft zur Verfügung. Der Verein Dorfgemeinschaft Elkhausen-Katzwinkel nutzt einen der Räume als Archiv für die Ortsgeschichte. Hier finden seitens des Vereins jedoch auch Veranstaltun­gen statt. Beispielsweise fand am 08. März ein Bastelnachmittag für Jung & Alt statt.

In dem anderen Raum findet einmal wöchentlich eine Krabbelgruppe statt (Mittwochs zwischen 9:30 und 11:30 Uhr). Laut Aussage der Anwesenden kommen hier Mütter mit Kindern auch aus den benachbarten Ortschaften. Die Initiatorin würde sich in Zukunft über etwas Unterstützung freuen, da sie aus beruflichen Gründen nicht mehr regelmäßig den Krabbeltreff organisieren kann.

Verein Dorfgemeinschaft Katzwinkel-Elkhausen Leider nahm nur ein Mitglied des Vereins Dorfgemeinschaft Katzwinkel-Elkhausen an der Sitzung des Arbeitskreises teil. Viele der Anwesenden merkten an, dass sich der Verein eher mit der Vergangenheit beschäftigte und erst in jüngster Zeit damit begonnen hätte, Aktionen zur Verbesserung des Miteinanders durchzuführen. Da sich jedoch sowohl der Verein als auch der Arbeitskreis grundsätzlich für eine Verbesserung des Dorflebens und des Miteinanders einsetzen, soll hier frühzeitig der Dialog gesucht werden, um Synergien zu nutzen. Konkurrenz oder gar ein „Gegeneinander“ soll damit vermieden werden.

Jugend Bezüglich der Jugend in Katzwinkel und im Ortsteil Elkhausen besteht zumindest für Katz­winkel ebenfalls das Problem der fehlenden Räumlichkeiten. In Elkhausen ist zwar ein Jugendtreff vorhanden, dieser wurde jedoch geschlossen. Die Gründe hierfür liegen wie bei so vielen Jugendräumen in mangelnder Sauberkeit und Ordnung, Vandalismus, Lärm, etc. Die Anwesenden betonen, dass ein Jugendraum ohne Betreuung nicht funktionieren würde. Herr Kratz erläutert das Beispiel der Ortsgemeinde Dernbach (Westerwald). Diese habe einen ehrenamtlichen Jugendpfleger, der den dortigen Jugendraum betreut und die Ju­gendlichen „im Blick“ hat. Gleichzeitig organisiert der Jugendpfleger jedoch auch Veran­staltungen mit und für die Jugendlichen. Dies wäre ein denkbares Modell für Katzwinkel. Die Anwesenden sehen es jedoch kritisch, ob sich für diese Aufgabe jemand findet, bzw. dieser auch von den Jugendlichen akzeptiert wird. Zunächst soll jedoch mit den Jugendlichen das Thema erörtert werden.

„Dorfkneipe“ Landgasthof Schneller Der Landgasthof bietet zwar grundsätzlich Räumlichkeiten, allerdings werde die „Dorf­kneipe“ von den Bewohnern von Katzwinkel nicht sonderlich gut besucht. Dies liegt mut­maßlich generell am veränderten Verhalten und veränderten Lebensumständen im Ver­gleich zu früher: Heute seien die Leute mobiler, allerdings auch viel mit Beruf und ander­weitigen Freizeitaktivitäten beschäftigt. Zudem seien „informelle“ Treffen der Dorfgemein­schaft dort schwierig, weil immer der „Zwang“ bestünde, Geld auszugeben. Die Feuer­wehr richtet jedoch regelmäßig einen Stammtisch aus, auch um die Betreiber des Gasthofs zu unterstützen. Für Veranstaltungen wie etwa eine Krabbelgruppe sind die Räumlichkei­ten jedoch ungeeignet.

Generell bestätigten die Anwesenden in der Diskussion noch einmal die Ergebnisse der Sitzung des Arbeitskreises Ortsbild und Verkehr: Es fehlt an Örtlichkeiten und Räumlich­keiten für das Miteinander der Katzwinkler. Konkret wäre ein Dorfgemeinschaftshaus wün­schenswert. Die geographischen Gegebenheiten von Katzwinkel (lang gezogenes Straßen­dorf mit dem Ortsteil Elkhausen) führten zu langen Wegen. Dadurch seien informelle Tref­fen, beispielsweise in der Ortsmitte sehr schwierig.

Schützenhaus Das Schützenhaus wird rege genutzt und ist außer dienstags fast immer geöffnet. Zwar wird das Haus vorwiegend von den Mitgliedern des Vereins genutzt, dies jedoch nicht unbedingt nur zu sportlichen Zwecken. Anwesende Mitglieder des Schützenvereins betonten, auch Nichtmitglieder seien willkommen.

Brainstorming -Lösungsansätze

In der darauf folgenden Diskussion wurden primär zwei Lösungsansätze formuliert.

Kommunikation Die Vereine bieten zahlreiche Aktivitäten im Dorf. Zwar seien mit dem Dorfkalender die wichtigsten Feste der Vereine dokumentiert, allerdings fehlt eine Übersicht über die Ver­eine und deren regelmäßige Aktivitäten. Gerade für Neubürger sei dies interessant zu wis­sen. Vorgeschlagen wird daher die Erstellung eines Informationsblatts über die Vereine und deren Aktivitäten. Stadt-Land-plus wird hierfür eine Vorlage erstellen. Herr Ernst Becher erklärt sich bereit, auf dieser Basis daran weiterzuarbeiten. Das Informationsblatt soll dann an alle Haushalte verteilt werden. Bei der Verteilung wer­den die Mitglieder des Arbeitskreises unterstützen.

Dorftreff In der Diskussion kristallisierte sich die Idee heraus, einen offenen Dorftreff durchzuführen. Dieser soll dazu dienen, die Kommunikation im Dorf zu verbessern und gemeinsam neue Aktivitäten zu entwickeln. Die bereits angesprochenen Beispiele wie etwa die Unterstüt­zung bei der Durchführung der Krabbelgruppe könnten hierbei zur Sprache kommen. Die Teilnehmer des Arbeitskreises erhoffen sich davon mehr Engagement und das Entstehen von „spontanen“ Aktionen.

Der Moderator erläuterte, dass dieses Modell bereits in anderen Ortsgemeinden gut funk­tionieren würde. Als Beispiel nannte er die Ortsgemeinde Gieleroth mit den Ortsteilen Herpteroth und Amterroth. Hier habe man im Rahmen eines ersten Dorftreffs Ideen für gemeinsame Veranstaltungen gesammelt. Daraus entstanden sei beispielsweise ein Hand­

werkskurs („Schweißen, Sägen, Bohren“), ein Cocktailabend, ein Grillkurs und ein Lauf­treff. Die Anwesenden äußerten daraufhin bereits erste Ideen für gemeinsame Aktivitäten:

-Lauftreff auf dem Sportplatz (im Winter, bei Flutlicht)

-Krabbelgruppe weiterführen

-Kinderturnen wieder einführen -Backestag unterstützen

-Fahrradtour/Wanderung anbieten

-Nordic-Walking-Gruppe wiederbeleben

Vorgeschlagen wurde auch, den ersten Dorftreff direkt mit dem Backestag zu verbinden. Dies wurde nach einiger Diskussion jedoch zunächst verworfen, um möglichst zeitnah und unkompliziert einen ersten Dorftreff zu veranstalten. Die Anwesenden einigten sich deshalb darauf, den ersten Dorftreff im Landgasthof Schneller durchzuführen. Danach könnte der Dorftreff regelmäßig (alle 2-3 Monate) auch an anderen Orten stattfinden oder mit Veranstaltungen wie dem Backestag gekoppelt werden. Wenn aus dem ersten Dorftreff ein „Dorfstammtisch“ mit regelmäßigeren Treffen entstünde, wäre dies umso besser.

Der Dorftreff soll in informellem Rahmen stattfinden. Ein Vortrag wird nicht vorgesehen, dennoch betonten die Anwesenden die Notwendigkeit, dass jemand den Sinn und Zweck des Dorftreffs zu Beginn der Veranstaltung erläutert.

Daher wurde seitens des Moderators vorgeschlagen, einen Sprecher/eine Sprecherin für den Arbeitskreis zu wählen. Frau Mareike Otterbach „wurde daraufhin dazu bereit erklärt“, dieses Amt zu übernehmen. Dies wurde einhellig begrüßt.

Stadt-Land-plus wird bei der Organisation des ersten Dorftreffs unterstützen und Plakate sowie eine Einladung (auch für das Mitteilungsblatt) entwerfen.

Der erste Dorftreff soll stattfinden am Freitag, 13.04.2018 ab 19:30 Uhr im Landgasthof Schneller.

Ausblick

Zunächst wird der Arbeitskreis nun eigenständig den Dorftreff organisieren. Stadt-Land­plus wird dabei unterstützen, auch eine WhatsApp-Gruppe wird ins Leben gerufen.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises „Miteinander & Dorfleben“ findet dann am Donnerstag, den 03.05.2018 um 19.00 Uhr wieder im Landgasthof Schneller statt. Dabei soll dann ein Resümee über den ersten Dorftreff gezogen, sowie die noch anste­henden Themenfelder erörtert werden.

Erarbeitet: Stadt-Land-plus Büro für Städtebau und Umweltplanung

i.A. Norman Kratz/cls Dipl.-Ing. Raum-und Umweltplanung Boppard-Buchholz, 26.03.2018

Veröffentlicht am 26.03.2018

 

AktuellDokumentation des ersten Arbeitskreistreffens „Ortsbild & Verkehr“ am 08.03.2018

Betreff:           Dorfmoderation in Katzwinkel – DE1716

  -Arbeitskreistreffen ­

Teilnehmer:   12 Bürgerinnen und Bürger

Moderation:   Thomas Zellmer, Büro Stadt-Land-plus (Moderation)

Datum:           08.03.2018, 19.00 bis 21.15 Uhr

Einführung

Mit einer kurzen Begrüßung eröffnete der Arbeitskreis 1 „Ortsbild & Verkehr“ unter der Leitung des Moderators Thomas Zellmer im Landgasthof Schneller die erste Runde der Arbeitskreis-Treffen. Herr Zellmer ging kurz auf den Kontext der Dorfmoderation ein und erläuterte das Ziel des Abends.

Im Anschluss positionierten sich die Teilnehmer zu Fragen des Zugezogenseins, der Ver­einszugehörigkeit allgemein und der aktiven Mitgliedschaft in einem Vorstand. Auffällig war, dass weitgehend langjährige „Katzwinkler“ anwesend waren und die Gruppe der jüngst „Zugezogenen“ überschaubar war.

In einem kurzen Rückblick auf die bisherigen Veranstaltungen der Dorfmoderation (Auf­taktveranstaltung und Dorfrundgang) wurden die dem Arbeitskreis „mitgegebenen“ The­men zusammengetragen:

Arbeitskreis-Themen aus der Auftaktveranstaltung

  • Verkehr (insbesondere Parksituation L 279, Tempo 30 vor der Schule ausweiten)
  • Ortsmitte
  • bauliche Entwicklung (das Thema wird durch das kommende Neubaugebiet bereits vom Ge­meinderat angepackt. Die Planungen sind be­reits sehr konkret.)
  • Waschkaue
  • Ortsbild (Gebäudezustand/-erscheinungsbild)

Folgende weitere Themen wurden aus der Mitte der

Anwesenden genannt:

  • Platz neben dem Friedhof
  • Spielplätze
  • Fluglärm
  • betreutes Wohnen (in der Ortsmitte/alte Wasch­kaue)
  • Platz im Wiesengrund neu gestalten
  • Streuobst-Fläche aufwerten
  • zusätzliche Räumlichkeiten für Feiern

Während der Themensammlung dokumentierte Herr Zellmer die genannten Ideen und Pro­jekte auf Karten an der Pinnwand:

Verkehr I: Parksituation L 279

An einzelnen Stellen entstehen durch parkende PKW entlang der L 279 unübersichtliche Situationen. Es wurde angeregt, kürzere Parkflächen mit Ausweichmöglichkeiten dazwi­schen anzulegen. Betroffen seien insbesondere der Abschnitt „Menage“ und der Kreu­zungsbereich Erlenstraße/L 279. Es wurde von gelegentlichen Problemen beim Einbiegen von der „Kirchstraße“ (Dr.-Albert-Reichmann-Straße?) auf die L 279 durch gegenüber par­kende Autos berichtet.

Die Erfahrungen mit der Fahrbahneinengung während der Verkehrs-Umleitungen durch Katzwinkel im Jahr 2015 wurden als „gemischt“ bezeichnet.

Einfache Lösungen liegen hier nicht auf der Hand.

Verkehr II: Tempo 30 vor der Schule ausweiten

Es wurde angeregt, den Bereich mit Tempo 30 über die Kreuzung „Dr.-Albert-Reichmann-Straße“ hinaus zu verlängern, so dass auch die Grubenhäuser davon erfasst sind.

Angeregt wurde weiterhin, die zeitliche Begrenzung der Geschwindigkeitsreduzierung (Tempo 30) zu verlängern (auch später am Tag) bzw. ganz aufzuheben.

Dem Wunsch nach Verkehrsberuhigung steht die Kernaufgabe der Verkehrsbehörde (Lan-desbetrieb Mobilität) gegenüber, die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs zu gewähr­leisten. Eine Geschwindigkeitsreduzierung innerorts auf Tempo 30 wird daher vermutlich nur in gut begründeten Fällen zugelassen. Die Maßnahme wurde von allen begrüßt und bedarf keiner weiteren Behandlung im Ar­beitskreis. Es wurde angeregt, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Platz neben dem Friedhof

Der Platz nördlich des Friedhofs (Fläche fürs Martinsfeuer) ist im Besitz der Ortsgemeinde. Dieser soll – so der Konsens – zukünftig als Kommunikationsort/Dorfplatz dienen. Er liegt zentral, aber nicht unmittelbar an der L 279, ist ausreichend groß und hat öffentlich zu­gängliche Toiletten in Reichweite (am Friedhof).

Platz ehemalige Waschkaue

Der Schuttberg der ehemaligen Waschkaue in der Ortsmitte stört das Ortsbild. Die Fläche ist im Privatbesitz, daher hat die Ortsgemeinde keinen Einfluss auf die weiteren Entwick­lungen. Seitens der Verbandsgemeinde wurde bereits Kontakt zum Eigentümer gesucht, um Klarheit über die Absichten an dieser Stelle zu erhalten.

Es wurde angeregt, über eine neue Wohnform für Senioren (z.B. Betreutes Wohnen) an dieser Stelle nachzudenken. Die Fläche ist zentral gelegen, von 2 Seiten erschlossen und mit zusammen rd. 2.250 m² ausreichend groß für einen Neubau.

Am Rande diskutiert wurde die Eignung der Fläche als Begegnungsplatz/Dorfplatz. Hier scheint die Fläche am Friedhof (wo derzeit das Martinsfeuer stattfindet, siehe oben) besser geeignet.

Neue Wohnform für Senioren/Betreutes Wohnen

Losgelöst von dem Platz der ehemaligen Waschkaue, über den die Ortsgemeinde nicht verfügen kann, wurde die Einrichtung einer neuen Wohnform für Senioren diskutiert. Zwar gibt es in der näheren Umgebung einige Senioren-Einrichtungen wie z.B. Altenheime und Pflege-WG‘s, doch bedeutet ein Umzug in eine andere Gemeinde meist eine Trennung vom sozialen Umfeld. Dieser Schritt wird aus nachvollziehbaren Gründen daher meist möglichst lange hinausgezögert.

Die Einrichtung einer Wohneinheit für Senioren könnte eine Bereicherung des Angebots in Katzwinkel sein. Diskutiert wurden unterschiedliche Wohnformen wie Pflege-WG‘s, be­treutes Wohnen oder eine „einfache“ barrierefreie Wohnanlage.

Die Ideen reichen vom Neubau bis zum Umbau einer Bestandsimmobilie, von einem Inves­torenmodell bis zu einer Genossenschaft mit regionaler Verankerung …

Zum „Einstieg“ in die Thematik siehe

Kompetenznetzwerk-Wohnen (http://www.kompetenznetzwerk­wohnen.de/sub/de/wissenspool/wohnformen/)

Broschüre „Förderung gemeinschaftlicher Wohnformen in Rheinland-Pfalz“ (als Anlage beigefügt) und https://msagd.rlp.de/de/unsere-themen/wohnen/

Angeregt wurde auch ein „Seniorengarten“, ähnlich einem Kindergarten.

Spielplätze

Bezüglich der Situation der 4 vorhandenen Spielplätze wird die Kinder-/Jugendmoderation abgewartet. Bezüglich des Spielplatzes am Kindergarten gibt es eine vertragliche Verein­barung, dass er nachmittags zugänglich sein soll. Vielleicht hilft es gegen Vandalismus,

wenn den „Vandalen“ ausreichend attraktive Ausweichmöglichkeiten geboten werden.

Fluglärm

Vom Motor-und Segelflugplatz Kirchen-Wingendorf geht bei Starts der Motorflieger (we­niger bei Landungen) über Katzwinkel insbesondere im Flugkorridor störender Lärm aus. Bei der Bewertung des Lärms gingen die Meinungen auseinander. Während einige Anwe­sende der Fluglärm sehr stört, empfanden andere ihn weniger störend. Der betreibende Verein SFC Betzdorf-Kirchen halte sich an Auflagen, sei rücksichtsvoll und Bitten gegen­über in der Regel aufgeschlossen.

Die Startbahn wird absehbar um 120 m verlängert. Damit wird ein Start der Segelflieger mit einer Winde ermöglicht und die Starts mit Motorflugzeug vorweg werden seltener. Außerdem sind die Flugzeuge dann bereits höher über Katzwinkel. Insgesamt dürfte damit eine Lärmberuhigung einhergehen.

Räumlichkeiten für Feiern

Öffentliche Räume dürfen – entgegen dem Protokoll des Dorfrundgangs – nicht für private Feiern genutzt werden, so ein Beschluss im Gemeinderat vor ca. 10 Jahren. Ziel ist der Schutz der gewerblichen Anbieter. Öffentliche Veranstaltungen z.B. von der Kita oder der Schule, für Sport, etc. können dagegen in diesen Räumen stattfinden.

Platz „Im Wiesengrund“

Bereits beim Dorfrundgang wurde auf die Absicht hingewiesen, diesen kleinen Nachbar­schaftsplatz neu zu gestalten und dabei zur Straße hin besser abzuschirmen. Insgesamt dürfte es hier um kleinere Maßnahmen gehen.

Streuobstfläche

Kontrovers wurde diskutiert, ob diese Fläche an der L 279 als Aufenthaltsplatz aufgewer­tet werden sollte. Die Fläche kommt grundsätzlich als Treffpunkt in Frage, allerdings liegt sie wenig zentral und wurde aufgrund der Lage als wenig attraktiv bezeichnet. Auch sollte der Pflegeaufwand nicht weiter erhöht werden.

Hinweis aus ökologischer Sicht: Die Fläche ist ein pauschal ge­schützter Biotoptyp („Glatthafer­wiese südlich Schönborn“, BT­5112-0136-2009), daher sollten Eingriffe möglichst vermieden wer­den.

Prioritäten

Die Anwesenden waren nun aufge­fordert, je nach Wichtigkeit des Projektes 3 Punkte zwischen den Projektkarten zu verteilen. Die „wichtigsten“ Projekte sollen dann mit der höchsten Priorität im Arbeitskreis behandelt werden.

Ergebnis der gemeinsamen Gruppierung und anschließenden Bewertung der Projekte

Themenfelder:                        Punkte

Platz neben dem Friedhof        10 x

betreutes Wohnen                    7 x

Spielplätze (zurückgestellt)     6 x

Parksituation L 279                 5 x

Tempo 30 vor der Schule        3 x

Platz ehemalige Waschkaue    2 x

Fluglärm                                  1 x

Räumlichkeiten für Feiern       1 x

Platz „Im Wiesengrund“          1 x

Streuobstfläche                        -

Somit wird sich der Arbeitskreis beim nächsten Treffen schwerpunktmäßig mit der ge­planten Nutzung und Gestaltung des Platzes am Friedhof befassen. Außerdem werden wir uns Gedanken um die Etablierung einer neuer Wohnform für Senioren machen.

Ausblick

Das nächste Treffen des Arbeitskreises „Ortsbild & Verkehr“ findet am Mittwoch, den 25.04.2018 um 19.00 Uhr wieder im Landgasthof Schneller statt.

Erarbeitet: Stadt-Land-plus Büro für Städtebau und Umweltplanung

i.A. Thomas Zellmer/ Dipl.-Geograf - Boppard-Buchholz, 14.03.2018

Veröffentlicht am 14.03.2018

 

AktuellDorfmoderation Katzwinkel - Dorfrundgang

 

Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg)

Verbandsgemeinde Wissen

Dorfmoderation Katzwinkel

Dorfrundgang am 03. März 2018

 

Betreff: Dorfmoderation in der Ortsgemeinde Katzwinkel

- Dorfrundgang -

Teilnehmer: Herr Ortsbürgermeister Wolfgang Würden,

Herr Thomas Zellmer, Büro Stadt-Land-plus und

21 Bürgerinnen und Bürger

Datum: Samstag, 03. März 2018, 15:30 bis 18:00 Uhr

 

Herr Ortsbürgermeister Würden und Herr Zellmer vom Büro Stadt-Land-plus begrüßten die Anwesenden am Backes in Elkhausen. Bei relativ warmen Temperaturen um den Gefrier-punkt und nur wenig Schnee waren mehr als 20 Bürgerinnen und Bürger der Einladung zum Dorfrundgang gefolgt. Der Moderator ging kurz auf das Ziel des Rundgangs ein: Vor Ort sollen die kritischen Punkte angeschaut und erste Ideen zur möglichen Entwicklung diskutiert werden.

Stationen und Anregungen

Nachfolgend werden zu den einzelnen Stationen stichwortartig die Anregungen und Diskussionsinhalte wiedergegeben. Diese dienen insbesondere der Vorbereitung der kommenden Arbeitskreissitzungen.

1. Backes Elkhausen

Buswendeplatz am Backes Buswartehäuschen neben dem Backes

- Zentrale Grünfläche mit Baum: Neue Gestaltung, Bänke, Sträucher, Asphaltfläche auf erforderliches Maß reduzieren

- Hundekot trotz Beutelspender (Tenor: „Es sind nicht die Hunde, sondern die Besitzer“)

- Die Kinder spielen am Wasser, Spielgeräte sind hier nicht erforderlich

- Backes zu klein, baulich sensible und stilgerechte Erweiterung in Verbindung mit dem Wartehäuschen

2. Jugendraum

derzeit geschlossener Jugendraum Garagos-Platz und Jugend-Bazar

- Der Jugendraum Katzwinkel/Elkhausen ist seit ca. 1 Jahr geschlossen

- Im Rahmen der Dorfmoderation könnte ein neuer Anlauf genommen werden. Evtl. Impulse aus den Treffen mit den Kindern und Jugendlichen sind abzuwarten.

- Am 1. Wochenende im September findet auf dem Garagos-Platz der Jugend-Bazar statt, eine gemeinnützige Initiative der katholischen Jugend zugunsten der Stiftung Fly&Help - und zuletzt eines Schulprojekts in Ruanda.

3. Bolzplatz Elkhausen

Bolzplatz Willkommenstafel am Bolzplatz

- Der Bolzplatz wird nach Einschätzung der Anwesenden rege genutzt

- Die Freifläche davor ist wenig gestaltet und könnte im Rahmen der Dorfmoderation aufgewertet werden

- Am Ortsschild hat die „Dorfgemeinschaft Elkhausen-Katzwinkel“ auf neue bepflanzter Grünfläche ein Willkommensschild aufgestellt.

- Die angrenzende Freifläche (schützenswerter Biotop) am Zusammenfluss von Brölbach und Hüttenbach ist nach § 30 BNatSchG pauschal geschützt. Sie soll in diesem Jahr zur Offenhaltung gemäht werden.

4. Grünfläche „Im Wiesengrund“

kleine Aufenthaltsfläche mit „Aufwertungspotenzial“

- Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Elkhausen-Katzwinkel erläuterte die Idee, die Grünfläche zu erneuern. Die Dorfmoderation soll nun genutzt werden, Nutzungs- und Gestaltungsideen zusammenzutragen.

- Kontrovers wurde die Akzeptanz bewertet. Die derzeit eher seltene Nutzung dürfte auch mit der Gestaltung (fehlende Abgrenzung zur Straße) zusammenhängen.

- Insgesamt sei dieser Platz in seiner Bedeutung fürs Dorf eher untergeordnet, so die Einschätzung der Anwesenden.

5. Eingang Stollen und Förderturm

sichtbare Geschichte Katzwinkels sanierungsbedürftig: Der Eingang des Schaustollens

- Die kleine Anlage verdeutlicht die Katzwinkler Bergbau-Geschichte: In der Grube „Vereinigung“ waren zu Hochzeiten etwa 1.000 Bergleute in einer Tiefe bis über 1.000 Meter beschäftigt.

- Die Anlage ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Sanierung, insbesondere der Eingang des Stollens muss restauriert werden.

6. Spielplatz an der KiTa

Spielplatz an der KiTa

- Der Spielplatz an der KiTa ist öffentlich zugänglich. Er wird auch von Jugendlichen in ihrer Freizeit genutzt. Dementsprechend hoch ist gelegentlich der Bedarf, den Spielplatz wieder für die KiTa herzurichten (Glasscherben u.a.)

- Ausschließliche Nutzung für die KiTa?

7. Friedhof

Friedhofshalle Ist der Friedhof zu groß?

- Am Friedhof wurde die „lockere“ Flächennutzung diskutiert. Immer weniger Men-schen möchten ein klassisches Grab, dadurch ist die Fläche des Friedhofs aus heu-tiger Sicht zu groß.

- „Konzentration“ der Nutzungen? Neugestaltung einer Grünfläche mit Aufenthalts-qualität in der Mitte?

8. Grünfläche oberhalb des Friedhofs

- Die Fläche nördlich des Friedhofs gehört der Gemeinde und wird derzeit „nur“ für das Martinsfeuer genutzt.

- Es gibt Überlegungen für einen Platz für Kommunikation und Begegnung in der Ortsmitte. Ggfs. wäre hier der richtige Platz. Auch dies könnte im Rahmen der Dorfmoderation (AK Ortsbild & Verkehr) diskutiert werden.

9. Ehemalige Waschkaue

Brachfläche der ehem. Waschkaue Entwicklungspotenzial in der Ortsmitte

- Die Waschkaue wurde aus Gründen der Baufälligkeit abgerissen. Nun befindet sich hier eine Brache mit Schutt in der Ortsmitte.

- Die Flächen sind in privatem Besitz. Mit dem Eigner sollen Gespräche hinsichtlich seiner Absichten geführt werden.

- Auch die nördlich angrenzenden Flächen seien zu verkaufen, allerdings scheint ein Verkauf an den Preisvorstellungen des Verkäufers zu scheitern.

- Ideen: Seniorenwohnen? Treffpunkt?

10. Sportplatz

Sportlerheim am Sportplatz, einem relativ guten Hartplatz

- Das Sportlerheim wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement gebaut und zuletzt durch Container ergänzt. Auch die Zaunanlage ist relativ neu. Das „Vereinsheim“ kann auch für private Feiern genutzt werden.

- Der Hartplatz wird relativ gut angenommen. Gegenüber Rasen- und Kunstrasen-plätzen bietet er „in der Übergangszeit“ Vorteile, da er länger bespielbar ist.

- Ideen zur „Anreicherung“: Boule in der (ehem.) Sprunggrube?

- Bewährt hat sich das Sportlerheim auch als Einkehrmöglichkeit bei Winterwanderungen ;-).

Nach etwa 2 Stunden intensiven Austauschs endete der Dorfrundgang mit der Einladung zu den ersten Arbeitskreistreffen:

- Arbeitskreis 1 „Ortsbild & Verkehr“ am Donnerstag, 08.03.2018 um 19:00 Uhr

- Arbeitskreis 2 „Miteinander/Dorfleben“ am Donnerstag, 22.03.2018 um 19:00 Uhr.

Die Treffen finden jeweils im Saal des Landgasthofs Schneller statt.

 

Erarbeitet: Stadt-Land-plus

Büro für Städtebau und Umweltplanung

i.A. Thomas Zellmer/mh

Dipl.-Geograf

Boppard-Buchholz, 05.03.2018

Veröffentlicht am 06.03.2018

 

AktuellAuftaktveranstaltung Dorfmoderation

 

 

Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg)

Verbandsgemeinde Wissen

 

Dokumentation der Auftaktveranstaltung

am 22.02.2018

Im Auftrag der Ortsgemeinde Katzwinkel

Betreff: Dorfmoderation in der Ortsgemeinde Katzwinkel

 - Auftaktveranstaltung -

Teilnehmer:

Herr Ortsbürgermeister Wolfgang Würden, Ortsgemeinde Katzwinkel

Frau Sabine Kämpf, Kreisverwaltung Altenkirchen

Frau Kerstin Roßbach, Verbandsgemeinde Wissen

rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner

Herr Norman Kratz, Büro Stadt-Land-plus

Herr Thomas Zellmer, Büro Stadt-Land-plus

Datum: 22. Februar 2018, 19:00 bis ca. 21:15 Uhr im Landgasthof Schneller

 

Begrüßung und Information

Nach der Begrüßung der anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner durch Herrn Ortsbürgermeister Würden führten die beiden Moderatoren vom Büro Stadt-Land-plus die Zuhörer in die Thematik der Dorferneuerung ein und stellte anhand einer Power-Point-Präsentation (siehe Anlage) mögliche Inhalte und Handlungsfelder vor. Herr Zellmer erläuterte den anstehenden Prozess der Dorferneuerung.

Im Rahmen der Dorfmoderation sollen die Weichen der zukünftigen Entwicklung in Katzwinkel gestellt werden. Alle Themen, die das Leben im Dorf ausmachen, können und sollten angesprochen werden: Neben dem „gebauten Dorf“ nehmen auch soziale Komponenten bzw. weiche Standortfaktoren einen hohen Stellenwert ein. Auch die Belange von Natur und Umwelt sind zu berücksichtigen.

Ziel ist es, Katzwinkel gemeinsam auf die Zukunft auszurichten

und für alle Bewohner lebenswert zu erhalten.

 

Die Dorfmoderation gliedert sich in:

1. die Auftaktveranstaltung, 

2. die Arbeit in den thematischen Arbeitskreistreffen sowie 

3. eine Perspektivenveranstaltung, z.B. in Form einer Bürgerversammlung.

In Arbeitskreisen werden die Defizite der Gemeinde diskutiert, Lösungsideen entworfen und zu Projektansätzen weiterentwickelt. Die Arbeitskreise können ihre Anregungen bei einer Abschlussveranstaltung vorstellen und nochmals diskutieren. Am Ende des Prozesses werden die Ergebnisse der Dorfmoderation vom beauftragten Büro zusammengefasst und an den Ortsgemeinderat als Empfehlung für zukünftige Entscheidungen weitergegeben.

Die moderierten Treffen werden von den Moderatoren protokolliert und die Protokolle allen Beteiligten per Mail und über die Homepage der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Bei Bedarf können sich die Arbeitskreise ohne das beauftragte Büro Stadt-Land-plus treffen und Zwischenergebnisse erarbeiten und so die Entwicklung von Ideen bzw. deren Umsetzung vertiefen.

Die Dorfmoderation ist eine gute Gelegenheit, die Zukunft von Katzwinkel mit kreativen Ideen und Maßnahmen anzugehen und die Ortsgemeinde für alle Bewohner lebenswert zu erhalten. Die Dorfmoderation lebt von der Bürgerbeteiligung. Je mehr Menschen sich in den Arbeitskreisen einbringen, je mehr Menschen sich Gedanken machen und kreativ nach Lösungen suchen, umso besser sind die Lösungen, die gefunden werden.

Weiterhin informierten die Moderatoren auch über die Fördermöglichkeiten für private Bauherren, die ein ortsbildprägendes Gebäude (Baujahr bis etwa 1945) sanieren oder umbauen möchten. Diese können sich durch die Kreisverwaltung (Ansprechpartnerin Frau Kämpf) beraten lassen und ggf. auch eine finanzielle Förderung erhalten. Anhand von Beispielen aus anderen Gemeinden zeigte Herr Kratz den „Möglichkeits-raum“ auf. Ob im Baulichen (Bürgerhaus Steinebach an der Wied, Straßenausbau und Steuerung des Verkehrs in Piesport/Mosel, Freianlagen und Treffpunkte in Lötzbeuren, Buswartehäuschen etc.) oder im Sozialen und Miteinander (Drei-Dörfer-Treff Gieleroth, Bürgerverein Külz/Hunsrück, Genossenschaft zum Bau einer Seniorenwohnanlage in Gillenfeld, …).

Dabei geht es nicht darum, Ideen aus anderen Orten zu kopieren, vielmehr sollen eigene Ideen im gemeinsamen Prozess für Katzwinkel passend entwickelt und anschließend umgesetzt werden. 

Nach dieser Einführung in die Dorfmoderation und der Erläuterung von Beispielen aus anderen Gemeinden bestand Gelegenheit für Rückfragen. 

Stärken-Schwächen-Analyse

Als inhaltlicher Einstieg in die Dorfmoderation wurde gemeinsam eine Stärken-Schwächen-Analyse mit allen Anwesenden durchgeführt. Die Ergebnisse werden nachfolgend dargestellt.

Dabei wurden in Anlehnung an die „Metaplan-Technik“ mit zu beschriftenden Karteikarten die Stärken und Schwächen von Katzwinkel durch die Einwohnerinnen und Einwohner benannt. Jeder erhielt zwei grüne „Stärken-“ und zwei rote „Schwächen“-Karten für die wichtigsten Argumente. Die Karteikarten wurden anschließend nach Themenfeldern geordnet. Im Ergebnis wurden viele unterschiedliche Themen genannt und von den Moderatoren vorgestellt.

Zusammengefasstes Ergebnis der Kartenabfrage sowie die darauf aufbauende Einteilung der Arbeitskreise

Nachfolgend werden die Ergebnisse der Stärken-Schwächen-Analyse detailliert dargestellt:

Bildung der Arbeitskreise

Auf Basis der genannten Schwächen-Themenfelder wurden nach Besprechung im Plenum folgende Arbeitskreise gebildet: 

Arbeitskreis „Ortsbild und Verkehr“

mit den vorläufigen Themenschwerpunkten:

  • Verkehr
  • Ortsmitte
  • Das Thema der baulichen Entwicklung wird durch das kommende Neubaugebiet bereits vom Gemeinderat angepackt. Die Planungen sind bereits sehr konkret.

Arbeitskreis „Miteinander und Dorfleben“

mit den vorläufigen Themenschwerpunkten:

  • Miteinander
  • Mobilität/Versorgung
  • Rad- und Wanderwege

Seitens der Teilnehmer wurden im Rahmen der Auftaktveranstaltung bereits einige Themen und Fragestellungen andiskutiert, die nun in den Arbeitskreissitzung vertieft werden können. Die Aussagen der Bürgerschaft werden nachfolgend stichwortartig wiedergegeben.

- Versorgung: „Dorfladen“ mit Poststelle hat es mal gegeben, konnte sich nicht halten.

- Mangelnde Versorgung ist eher ein Mobilitätsproblem.

- Verkehr & Parken: Katzwinkel wird immer ein Straßendorf bleiben. Die Umgehung wird es so schnell nicht geben. Man könnte die Tempo 30 Zonen erweitern und mehr Verkehrskontrollen durchführen.

- Die letzte Verkehrskontrolle ergab 261 gemessene Fahrzeuge zwischen 7 Uhr und 11 Uhr. 99 Verwarnungen wurden ausgesprochen und 12 Anzeigen erstattet (Geschwindigkeit höher als 20 km/h über dem Erlaubten).

- Die Verkehrskontrollen finden oft zu „falschen“ Zeiten statt. Sie müssten mehr während des Berufsverkehrs stattfinden.

- Die Kreisverwaltung könnte sich ein eigenes Radar-/Blitzgerät zulegen. 

- Ortsmitte: Der Backes in Elkhausen ist sehr schön, aber für die Katz-winkler zu weit weg.

- Die bestehende Ortsmitte im Wiesengrund hat keine Qualität.

- Der Bereich rund um Kindergarten, Schule und Kirche wäre ein guter Dorfmittelpunkt, da sich hier ohnehin schon viele Menschen und Generationen treffen.

- Man muss „Raum für Begegnungen“ schaffen, wo die Bewohner des Dorfes aufeinander zugehen können.

- Ortsbild: Ein Förderprogramm zur Sanierung von Fassaden wie in Wissen wäre eine gute Maßnahme.

- Der Leerstand der ehemaligen Fläche der Firma REMONDIS wirkt störend.

- Die Verbandsgemeinde hat für Katzwinkel ein Leerstandskataster erstellt. Dieses umfasst sowohl bestehende als auch „potenzielle“ Leerstände. Frau Roßbach wird das Kataster den Moderatoren zur Verfügung stellen.

Arbeitskreis „Kinder & Jugend“

Es wird einen eigenen Arbeitskreis für Kinder und Jugendliche geben. Mit den Kindern im Alter von ca. 6 bis 12 Jahren sowie den Jugendlichen (ab ca. 13 Jahren) werden se-parate Treffen organisiert. Zu den Treffen werden sowohl die Kinder als auch die Jugendlichen separat eingeladen. 

Wünsche und Anregungen der Kinder haben evtl. Wirkung in die beiden Arbeitskreise der Erwachsenen. Evtl. erfolgt eine „Anbindung“ und Verknüpfung des Kinder- und Jugend-Arbeitskreises an den AK „Miteinander/Dorfleben“

Ausblick

Am Samstag, den 03. März findet ein gemeinsamer Dorfrundgang statt. Hier ist Gelegenheit, die Planer nochmal etwas genauer kennenzulernen und vor Ort die Herausforderungen zu besprechen. 

Treffpunkt ist (ACHTUNG NEUE UHRZEIT und NEUER TREFFPUNKT) um 15.30 Uhr in Elkhausen am Backes. Nach einem kurzen Rundgang durch Elkhausen werden wir nach Katzwinkel wechseln und dort unseren Dorfrundgang fortsetzen. 

Die ersten Treffen der Arbeitskreise finden an folgenden Terminen statt:

Arbeitskreis 1 „Ortsbild & Verkehr“ am 08.03.2018 um 19:00 Uhr im Land-gasthof Schneller

Arbeitskreis 2 „Miteinander & Dorfleben“ am 22.03.2018 um 19:00 Uhr im Landgasthof Schneller

Die weiteren Treffen der Arbeitskreis werden jeweils am Ende der Sitzungen vereinbart und es wird per E-Mail und auf der Homepage eingeladen. Die Kinder und Jugendlichen werden separat zu den ersten Treffen eingeladen bzw. angeschrieben.

Erarbeitet: Stadt-Land-plus

Büro für Städtebau und Umweltplanung

i.A. Thomas Zellmer/mh

Dipl.-Geograf

Boppard-Buchholz, 26.02.2018

 

Veröffentlicht am 28.02.2018

 

AktuellSonderparteitag am 21. Januar 2018

Der Sonderparteitag am 21. Januar 2018 hat nunmehr nach leidenschaftlicher Debatte grünes Licht zu Verhandlungen über die Bildung einer Koalition mit CDU/CSU gegeben.

Auch bei den Mitgliedern des Vorstandes des Ortsvereins Katzwinkel und der SPD-Fraktion im Ortsgemeinderat Katzwinkel hat das Ergebnis der Sondierung zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zu unterschiedlichen Reaktionen geführt.

Vielfach wird die soziale Komponente, eigentlich Kernkompetenz der SPD, vermisst. Die groß angekündigte Bürgerversicherung ist in der Versenkung verschwunden. Das Thema Pflege, im Wahlkampf groß hervorgehoben, ist auf Sparflamme gesetzt worden und für die angekündigte Steuerreform, namentlich die Anhebung des Spitzensteuersatzes, ist kein konkreter Ansatz mehr zu erkennen. Dagegen ist das Thema Familiennachzug und Europa überpräsent.

Starke Zweifel bestehen darin, ob die immer noch verantwortlichen Politiker beider Lager überhaupt Willens und handlungsfähig genug sind, eine Wende herbeizuführen. Die Frage nach einer personellen Runderneuerung auf beiden Seiten erscheint nicht unberechtigt, glaubt man diesbezüglichen Umfragen nach dem Vertrauen in das bisherige Spitzenpersonal, die großen Aufgaben Deutschlands in den Griff zu bekommen.

Ein „Weiter so wie bisher“ ist jedenfalls ausdrücklich nicht gewünscht.

Anderseits hegen dennoch auch viele SPD-Mitglieder die  Hoffnung, dass die in der Sondierung vereinbarten Punkte in den Verhandlungen zur Bildung einer Koalition, jetzt besser ausverhandelt werden. Damit sollte es möglich werden, dass die Mitglieder dem Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zustimmen können.

Wenn auch Sie Verantwortung in dieser schwierigen Entscheidung übernehmen möchten, mitbestimmen wollen und der SPD nahe stehen, treten Sie jetzt noch der Partei bei. Sie nehmen damit am Mitgliederentscheid teil. Aufnahmeanträge gibt es bei den Vorstandsmitgliedern eines jeden SPD-Ortsvereins oder online unter www.spd.de

Veröffentlicht am 21.01.2018

 

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